Ratgeber Depressionen

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Depression: Ursachen und Entstehung

Vermutlich handelt es sich bei Depressionen um Erkrankungen, die durch ein Ungleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn ausgelöst werden. Die Ursachen für dieses Ungleichgewicht liegen jedoch bis heute im Dunkeln. Mediziner gehen davon aus, dass Depressionen dann entstehen, wenn eine Reihe von Faktoren zusammenkommt.

Botenstoffe dienen den Nervenzellen als Übermittler von Reizen. Dies ist notwendig, weil Neuronen untereinander nicht physisch verbunden sind. Ist die Konzentration der Botenstoffe im Gehirn verändert, kann dies dazu führen, dass die Impulsweiterleitung nicht mehr richtig funktioniert und dadurch die Aktivität der Nervenzellen gestört ist. Eine mögliche Folge davon ist, dass sich Stimmungen, aber auch die Gefühls- und Gedankenwelt verändern. Auch bestimmte Stresshormone können, so haben Forscher entdeckt, Auswirkungen auf Stimmungen, Gefühle und Gedanken haben und beispielsweise Angst hervorrufen können.

Experten vermuten, dass Depressionen durch ein Zusammenkommen mehrerer Faktoren ausgelöst werden. Es wird angenommen, dass genetische Einflüsse eine Rolle spielen. Spezielle Genveränderungen, die das Entstehen von depressiven Störungen fördern, konnten bislang jedoch noch nicht gefunden werden. Außerdem stehen u. a. in vergangenen Lebensabschnitten gemachte negative Erfahren und Traumata im Verdacht, das Risiko für Depressionen zu erhöhen.

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Depression-News von Curado.de

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    Durch Auswertung historischer Hirnoperationen hat ein internationales Forscherteam eine mögliche neue Zielstruktur zur Behandlung von Depressionen identifiziert. Die Studie unter Federführung der Universität Bonn erscheint in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology (doi:10.1038/npp.2010.132). Die Wissenschaftler hoffen nun auf neue Möglichkeiten, schwerste Depressionen erfolgreich zu therapieren.
  • Tödliche Hoffnungslosigkeit
    Frauen erhalten wesentlich häufiger die Diagnose Depression als Männer - aber die Suizidrate liegt bei Männern dreimal höher. Unter den etwa 9500 Menschen, die sich jährlich in Deutschland das Leben nehmen, sind rund 7000 Männer. "Die positive Fähigkeit der Frauen, über ihre Beschwerden zu klagen, ist bei Männern jenseits der 50 meist nur gering entwickelt", sagt Professor Manfred Wolfersdorf.
  • Anti-Depressiva-Verschreibungen mehr als verdoppelt
    Eine aktuelle Sonderauswertung des TK-Gesundheitsreports zeigt, dass sich das Volumen der verschriebenen Antidepressiva unter Deutschlands Beschäftigten in den letzten zehn Jahren verdoppelt hat: Statistisch gesehen erhielt jeder Berufstätige 2009 für acht Tage Medikamente zur Behandlung von Depressionen.