Ratgeber Depressionen

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Depressionen: Diagnose

Die schwermütige, traurige Stimmungslage gilt als kennzeichnendes Symptom einer Depression. Ein solches „Stimmungstief“ hat jedoch bisweilen auch jeder gesunde Mensch. Es ist daher mitunter nicht leicht, es von einer Depression zu unterscheiden. Einem Menschen, der an einer Depression leidet, ist es z. B. nicht möglich, Freude zu empfinden oder Interesse für etwas zu entwickeln. Er hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, ist antriebslos und hat häufig ein geringes Selbstwertgefühl. Zu diesen psychischen Symptomen können auch körperliche Beschwerden hinzukommen. Patienten mit Depressionen klagen teilweise über Schlaflosigkeit, fehlende Energie aber auch über Verdauungsprobleme, Rücken- oder Kopfschmerzen.

Die Diagnose einer depressiven Störung sollte nach Möglichkeit von einem Facharzt gestellt werden. Bislang wurden keine Diagnosekriterien gefunden, die sich mithilfe apparativer oder labordiagnostischer Verfahren nachweisen ließen. Aus diesem Grund kann eine Diagnose nur anhand der beobachteten bzw. beschriebenen Symptomatik erfolgen. Dazu dienen in erster Linie das Anamnesegespräch und/oder spezielle Fragebögen.

Da als Ursache für Depressionen auch andere Erkrankungen infrage kommen können, werden z. B. die Schilddrüsenfunktion oder die Versorgung mit Vitamin B-12 überprüft. Außerdem können zur Untersuchung auf ursächliche Erkrankungen neben Blutuntersuchungen auch apparative Verfahren wie die Computertomografie eingesetzt werden.

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Depression-News von Curado.de

  • Der Entstehung depressiver Störungen auf der Spur
    Depressive Störungen sind laut Weltgesundheitsorganisation die Hauptursache weltweit für Lebensjahre mit erheblich eingeschränkter Lebensqualität. Trotz deutlicher Fortschritte in der Behandlung, insbesondere durch Psycho- und Pharmakotherapie, spricht nur etwa die Hälfte der Patientinnen und Patienten auf eine Behandlung ausreichend rasch und gut an. Forschungen zur Entstehung und Behandlung von Depressionen sind daher unabdingbar.
  • Forscher finden "Euphorie-Schaltkreis"
    Durch Auswertung historischer Hirnoperationen hat ein internationales Forscherteam eine mögliche neue Zielstruktur zur Behandlung von Depressionen identifiziert. Die Studie unter Federführung der Universität Bonn erscheint in der Zeitschrift Neuropsychopharmacology (doi:10.1038/npp.2010.132). Die Wissenschaftler hoffen nun auf neue Möglichkeiten, schwerste Depressionen erfolgreich zu therapieren.
  • Tödliche Hoffnungslosigkeit
    Frauen erhalten wesentlich häufiger die Diagnose Depression als Männer - aber die Suizidrate liegt bei Männern dreimal höher. Unter den etwa 9500 Menschen, die sich jährlich in Deutschland das Leben nehmen, sind rund 7000 Männer. "Die positive Fähigkeit der Frauen, über ihre Beschwerden zu klagen, ist bei Männern jenseits der 50 meist nur gering entwickelt", sagt Professor Manfred Wolfersdorf.